Neue Signaltechnik für Hamburg
17.09.2026
HHVA nimmt innovative Ampelanlage in Betrieb
Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) hat auf Höhe der Kreuzung Schöneberger Straße/Hüllenkamp (Knoten 1517) eine modernisierte Lichtsignalanlage in Betrieb genommen.
Es kommt dabei eine adernsparende Technologie eines Herstellers unter realen Betriebsbedingungen in Hamburg zum Einsatz. Mit dem Pilotprojekt erprobt HHVA eine neue Generation von Ampelanlagen, die auf eine deutlich modernere technische Architektur setzt. Ziel ist es, Erfahrungen für zukünftige Infrastrukturprojekte zu sammeln und die Verkehrstechnik in Hamburg weiterzuentwickeln.
Neue Technik direkt an den Signalgebern
Im Unterschied zu herkömmlichen Ampelanlagen werden Steuerungs- und Überwachungsfunktionen nicht mehr ausschließlich zentral im Schaltschrank gebündelt. Stattdessen befinden sich wesentliche technische Komponenten direkt in den Signalgebern der Ampel.
Diese dezentrale Struktur ermöglicht eine sogenannte „intelligente Außenanlage“. Spezielle Module in den Signalgebern übernehmen dabei sowohl die Schaltung der Signale als auch die Überwachung wichtiger Betriebswerte. Dadurch können viele Funktionen direkt dort ausgeführt werden, wo sie benötigt werden.
Weniger Verkabelung, effizientere Bauprozesse
Auch bei der Infrastruktur bringt die neue Technologie Vorteile mit sich. Anstelle einer aufwendigen Einzelverdrahtung wird ein modernes Bus- bzw. Strangsystem eingesetzt. Dies reduziert den Verkabelungsaufwand und vereinfacht sowohl die Installation als auch spätere Anpassungen.
Gleichzeitig verlagern sich Montage- und Anschlussarbeiten zunehmend vom Schaltschrank in die Außenanlage. Die Energieversorgung erfolgt dezentral über lokale 24-Volt-Netzteile direkt an den jeweiligen Signalgebern.
Pilotprojekt für die Verkehrstechnik von morgen
Die Anlage am Knoten 1517 dient der HHVA als Pilotprojekt. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen zur Betriebssicherheit, zum Wartungsaufwand sowie zur Wirtschaftlichkeit der neuen Technik. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, zukünftige Baustandards und technische Konzepte weiterzuentwickeln. „Mit dieser Anlage sammeln wir wichtige Erfahrungen für die nächste Generation von Lichtsignalanlagen in Hamburg. Solche Pilotprojekte sind ein wichtiger Schritt, um neue Technologien unter realen Bedingungen zu bewerten und ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen“, so HHVA. Eine weitere Pilotanlage mit adernsparender Technologie eines weiteren Herstellers wird bereits geplant.
Beitrag zur Modernisierung der Hamburger Infrastruktur
Mit der Inbetriebnahme der Anlage zeigt sich, dass dezentrale und modulare Systeme zunehmend auch im Bereich der Lichtsignalanlagen Einzug halten. Die Ergebnisse der Pilotphase werden zeigen, in welchem Umfang sich diese Technologie künftig für weitere Projekte eignet. HHVA leistet damit einen weiteren Beitrag zur Modernisierung der Hamburger Verkehrsinfrastruktur und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einer leistungsfähigen und zukunftsorientierten Verkehrstechnik.